Arnaldur Indriðason: Frostnacht

4. April 2016
Lennart

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Der siebte Fall geht den Kollegen der Kripo Reykjavík ganz besonders nah, denn der zehnjährige Elías wird erstochen vor seinem Wohnhaus aufgefunden. Kommissar Erlendur hat zunächst nur wenig Anhaltspunkte, die Aufschluss über den Täter und sein Motiv geben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als in alle denkbaren Richtungen zu ermitteln.

Elías ist als Sohn einer thailändischen Einwanderin in Island geboren und hat einen älteren Halbbruder, den die Mutter nach einigen Jahren zu sich einfliegen ließ. Zeugen aus dem Umfeld des Jungen bestätigen der Polizei, dass dieser stets lieb und höflich war und sie sich nicht im Entferntesten vorstellen können, wie es zu dem brutalen Angriff kommen konnte. Das Team um Kommissar Erlendur stellt Nachforschungen bei Familie, Nachbarn, Schule und Freundeskreis des Opfers an.

Es war der zweite Tag der Ermittlung, und die Informationen, die ihnen vorlagen, reichten nicht aus, um irgendwelche Schlüsse daraus ziehen zu können. Niemand hatte sich gemeldet, der Elías an diesem Tag gesehen hatte.
Arnaldur Indriðason Frostnacht (© Bastei Lübbe)

Die aufgelöste Mutter bringt ihren ältesten Sohn Niran in Sicherheit, erregt damit aber zwangsläufig die Aufmerksamkeit der Polizei. Hat er etwas mit dem Mord an seinem Bruder zu tun? Laut Zeugenaussagen gehört Niran einer Gruppe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an, die schon öfter mit anderen Jugendbanden aneinandergeraten ist.
Ein Lehrer an Elías‘ Schule hält mit seinen fremdenfeindlichen Äußerungen nicht hinter dem Berg und gerät ins Visier der Ermittler. Es stellt sich heraus, dass Elías mit einem aus dem Werkraum der Schule gestohlenen Schnitzmesser erstochen worden ist. Schüler und Lehrer haben gleichermaßen Zugang zur Mordwaffe, was den Verdacht untermauert.

„Würdest du bitte Sunee sagen, dass es nicht richtig ist, den Jungen zu verstecken. Das ist verdächtig und vielleicht sogar gefährlich, solange wir noch keine Anhaltspunkte in dem Fall haben. Wir wissen nicht, was mit Elías passiert ist, und wenn sie glaubt, dass Niran in Gefahr ist, muss sie ihn uns anvertrauen.“
Arnaldur Indriðason Frostnacht (© Bastei Lübbe)

In der Nähe des Tatorts wohnt ein bereits verurteilter Sexualstraftäter, dem Kommissar Erlendur auf den Zahn fühlt. Bis kurz vor Ende des Falls kann die Kripo Reykjavík jedoch nur Mutmaßungen im Hinblick auf Motiv und Täter vorweisen.

Immerhin Erlendurs Tochter Eva Lind scheint sich gefangen und den Drogen vorerst abgeschworen zu haben. Sie und ihr Bruder Sindri Snær sind sehr an dem tragischen Ereignis interessiert, bei dem ihr Vater in jungen Jahren seinen kleinen Bruder in einem schlimmen Schneesturm verlor. Erlendur tut sich allerdings schwer, mit seinen Kindern offen über die Tragödie zu sprechen.

Über den Autor

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen allesamt seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane „Nordermoor“ und „Todeshauch“ wurden mit dem ?Nordic Crime Novel’s Award? ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für „Todeshauch“ 2005 den begehrten „Golden Dagger Award“ sowie für „Engelsstimme“ den „Martin-Beck-Award“, für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden.Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen.

Quelle: © Bastei Lübbe

Buchinfos

Autor
Titel
Genre
Verlag
Übersetzung
Umfang

Autor

Arnaldur Indriðason

Titel

Frostnacht

Genre

Krimi

Verlag

Bastei Lübbe

Übersetzung

Coletta Bürling

Umfang

400 Seiten (Taschenbuch)

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Cover: © Bastei Lübbe

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