Arnaldur Indriðason: Menschensöhne

25. Oktober 2015
Lennart

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„Menschensöhne“ ist das erste Buch aus der Krimireihe von Arnaldur Indriðason, in der die Hauptfigur Kommissar Erlendur ermittelt. Nachdem sich die Schweden und Dänen einen unbestrittenen Ruf als Quell fesselnder Krimis erarbeitet haben, zieht Arnaldur Indriđason stellvertretend für das beschauliche Island nach.

Wie andere Protagonisten in skandinavischen Krimis, hat auch Kommissar Erlendur einen Charakter mit vielen Ecken und Kanten. Diese Tatsache macht eine Zusammenarbeit mit seinen Kollegen bei der Kripo Reykjavík nicht immer einfach. Insbesondere mit Sigurður Óli gerät der Kommissar regelmäßig wegen diverser Meinungsverschiedenheiten aneinander.

Er war ziemlich neu bei der Kriminalpolizei und war Erlendur zugeteilt worden, der schon seit Jahrzehnten dort arbeitete. Er ging Erlendur ziemlich auf die Nerven. Was allerdings nicht viel besagte, denn es gab nur wenig, was ihm nicht auf die Nerven ging. Sigurður Óli ließ sich dadurch offenbar nicht beirren.
Arnaldur Indriðason Menschensöhne (© Bastei Lübbe)

Die Handlung beginnt mit zwei Ereignissen, die zunächst gänzlich unabhängig voneinander erscheinen. Während der pensionierte Lehrer Halldór gefesselt und bei lebendigem Leibe verbrennt, stürzt sich sein ehemaliger Schüler Daníel in einer psychiatrischen Klinik in den Tod. Von da an ermitteln Kommissar Erlendur und sein Team im Mordfall des Lehrers. Gleichzeitig geht Pálmi, der Bruder des in den Freitod gesprungenen Daníels, auf Spurensuche, um mehr über dessen Beweggründe zu erfahren. Beide Parteien finden heraus, dass sich Halldór in seiner damaligen Tätigkeit als Lehrer an seinen Schülern verging. Als sich die Ermittlungen von Pálmi und der Kripo kreuzen, festigt sich der Verdacht, dass die zahlreichen Todesfälle der ehemaligen Mitschüler von Daníel allesamt in Verbindung zueinander stehen.

„Sie haben sogar die Pillengläser geklaut, die Halldór aufbewahrte, und kurz darauf starb Aggi an Herzversagen. Gísli wahrscheinlich auch. Die anderen wurden zu Alkoholikern und Rauschgiftsüchtigen.“
Arnaldur Indriðason Menschensöhne (© Bastei Lübbe)

Im Zuge der weiteren Nachforschungen stolpern die Ermittler immer wieder über Pillen, die Halldór damals seinen Schülern verabreichte und die vermeintlich Lebertran enthielten. Doch handelte es sich tatsächlich nur um harmlosen Lebertran oder waren die Schüler gar einem geheimen Experiment ausgesetzt? Verfolgte der Lehrer hierbei triebgesteuert seine eigenen Interessen oder war er Opfer einer Erpressung durch Hintermänner mit völlig anderen Zielen? Zum Ende nimmt die Handlung eine überraschende Wendung, die im Ausmaß ihrer Perversität nicht vorhersehbar ist.

Über den Autor

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen allesamt seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane „Nordermoor“ und „Todeshauch“ wurden mit dem ?Nordic Crime Novel’s Award? ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für „Todeshauch“ 2005 den begehrten „Golden Dagger Award“ sowie für „Engelsstimme“ den „Martin-Beck-Award“, für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden.Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen.

Quelle: © Bastei Lübbe

Buchinfos

Autor
Titel
Genre
Verlag
Übersetzung
Umfang

Autor

Arnaldur Indriðason

Titel

Menschensöhne

Genre

Krimi

Verlag

Bastei Lübbe

Übersetzung

Coletta Bürling

Umfang

352 Seiten (Taschenbuch)

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Cover: © Bastei Lübbe

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