Arnaldur Indriðason: Nordermoor

6. November 2015
Lennart

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Für den dritten Fall der Kripo Reykjavík lässt Krimiautor Arnaldur Indriðason den raubeinigen Kommissar Erlendur im Stadtteil Nordermoor ermitteln. Es geht um einen Mord, der zunächst typisch isländisch erscheint: sinnlos, brutal und unprofessionell. Im weiteren Verlauf entpuppt er sich aber als große Herausforderung, die der Polizei einiges abverlangt.

Ein männliches Opfer wird erschlagen in seiner Wohnung aufgefunden. Der Täter hat nicht nur die Mordwaffe zurückgelassen, sondern auch eine handgeschriebene Botschaft: „Ich bin ER.“ Kommissar Erlendur und seine Kollegen wissen vorerst nur wenig über den Toten und noch viel weniger, was die kryptische Nachricht bedeuten soll.

„Was hat das für einen Zweck, eine solche Nachrichten zu schreiben und bei der Leiche zu hinterlassen? Wer macht so etwas? Was will er damit sagen? Will er uns damit etwas sagen? Spricht der Mörder mit sich selbst? Spricht er mit der Leiche?“
Arnaldur Indriðason Nordermoor (© Bastei Lübbe)

Weitere Nachforschungen bringen pornografisches Material aller Art auf dem PC des erschlagenen Mannes zum Vorschein, der vor Jahren bereits wegen Vergewaltigung unter Verdacht stand. Ein in seiner Wohnung verstecktes Foto zeigt den Grabstein eines jungen Mädchens. Die Tatsache, dass es sich hierbei um die Tochter des vermeintlichen Vergewaltigungsopfers handelt, lässt die Schlussfolgerung auf eine mögliche Vaterschaft zu. Um den Verdacht zu verifizieren, ordnet Kommissar Erlendur die Exhumierung der Mädchenleiche an.

„Ich möchte gern genau wissen, woran die Kleine gestorben ist“, sagte Erlendur und hörte, wie Sigurður Óli neben ihm aufstöhnte. „Und ich möchte wissen, ob sie wirklich die Tochter von Holberg war.“
Arnaldur Indriðason Nordermoor (© Bastei Lübbe)

Ein inhaftierter Zeuge berichtet von einer weiteren Frau, die vom selben Mann vergewaltigt worden sein soll. Da der Polizei keine solche Anzeige vorliegt, sucht sie fortan nach dem potenziellen Opfer, um wichtige Anhaltspunkte zur Aufklärung des Falls zu bekommen.

Erlendurs drogenabhängige Tochter Eva Lind ist erneut rückfällig geworden und gesteht ihrem Vater, schwanger zu sein. Erlendur nimmt sie bei sich auf und hofft, dass Eva Lind den Drogen nun endlich abschwört und zur Vernunft kommt.

Über den Autor

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen allesamt seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane „Nordermoor“ und „Todeshauch“ wurden mit dem ?Nordic Crime Novel’s Award? ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für „Todeshauch“ 2005 den begehrten „Golden Dagger Award“ sowie für „Engelsstimme“ den „Martin-Beck-Award“, für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden.Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen.

Quelle: © Bastei Lübbe

Buchinfos

Autor
Titel
Genre
Verlag
Übersetzung
Umfang

Autor

Arnaldur Indriðason

Titel

Nordermoor

Genre

Krimi

Verlag

Bastei Lübbe

Übersetzung

Coletta Bürling

Umfang

320 Seiten (Taschenbuch)

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Cover: © Bastei Lübbe

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